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Nähschule

Die meisten Mädchen und Buben in Uganda können nach der Primarschule keine weiterführenden Schule besuchen.
Der Grund ist das fehlende Schulgeld. Die Primarschule kann mit Müh und Not von den Eltern oder nahestehenden Verwandten bezahlt werden. Die Sekundarschule oder andere weiterführende Schulen können sich nur wohlhabenden Eltern leisten.

Die Menschen im Dorf Kanoni und deren Umgebung sind Kleinbauern. Sie bestellen ihre Gärten und Felder sie ernähren sich von der Hand in den Mund. Die Familien leben in kleinen Lehm Häusern, oder einfachen Häusern gebaut mit selbstgemachten Backsteinen und wenig Zement.
Diese Häuser oder Hütten haben zwei bis drei kleine Räume. Die Familien sind gross, meist in mehrere Generationen und mit zusätzlichen Pflegekindern.

Industrie gibt es keine. Junge Männer arbeiten als Fahrer eines Motorrad Taxi oder im elterlichen Garten. Jobs gibt es auch manchmal als Erntehelfer. Jeder Mensch versucht sich als Verkäufer von irgend etwas mit mehr oder weniger Erfolg.

Junge Frauen arbeiten ebenfalls im Garten der Eltern und schauen nach einem geeigneten Ehemann aus. Viele dieser jungen Frauen werden Schwanger ohne verheiratet zu sein.

Ausbildung: Nankja`s Näh-Schule

Nankja ist eine über 60-jährige Grossmutter. Sie hat einen grösseren Hof und gilt als wohlhabendere Frau. Nankja ist Schneiderin. Sie hat auch eine ihrer Enkelinnen als Schneiderin trainiert. Sie ist ein Mitglied der Tukolerewamu Frauengruppe. Nankja hat in Eigeninitiative ihre Garage in eine Nähschule verwandelt. Zusammen mit Claire ihrer Enkelin führt sie nun eine Schule.


Nankja`Näh-Schule. Auf kleinem Raum wird gross gearbeitet!


Erwachsenbildung durch Mwebale Nnyo

Regelmässig finanzieren wir mehrtägige Seminare für Weiterbildungen der Frauen in Landwirtschaft und Gesundheit. Diese Seminare werden von Rehema Namyalo einer Fachfrau für Biologischen Landbau in unserem Auftrag geführt. Rehema spricht die lokale Sprache, sie ist selbst Bäuerin und Mutter. Ihre Seminare mit Workshops sind sehr kompetent und ihre Sprache ist begeisternd, bildlich und einfach sie wird von allen verstanden. Rehema kommt jeweils nach Kanoni wo sie direkt im Dorf und in den Gärten lehrt.

In der Weiterbildung von Rehema Namyalo stellen die TeilnehmerInnen ihre eigene Kosmetik und Heilsalben her. Ebenso lernen sie natürliche Dünge- und Spritzmittel für den Garten herzustellen. Denn was man nicht kaufen muss hat man verdient.